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Das kleine Juwel des Kali-Beckens, Szentbékkálla liegt in der nach Süden hin offenen Umarmung der Berge Boncsos tetõ, Fekete hegy und Sátorma. Folge dieser in die heile Natur der Wälder eingebetteten Lage ist nicht bloß ein schönes Panorama, sondern auch das geschützt milde Klima mit jährlich etwa 2000 Sonnenstunden. Gen Süden schweift der Blick unbehindert über die Moorlandschaft des flachen Beckens, und bei klarem Wetter ganz bis zum Balaton (Plattensee) Der Name des Dorfes (ursprünglich Szent Benedek Kál = Sankt Benedikt Kál) geht auf jenen Heiligen Benedikt zurück, dessen Ordensbrüder sich vor mehr als 1000 Jahren um Seele und Manieren der heidnischen Ungarn im Kali-Becken bemühten, und dem auch die Pfarrkirche geweiht wurde.
Die
katholische Pfarrkirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Auftrage des
Erlauer Bischofs K. Eszterházy vom damals führenden ungarischen Architekten
J. Fellner renoviert. Das Fresko des Malers E. Jeges in der auf
frühmittelalterlichen Grundmauern errichteten, neuen Barockkirche zeigt
einen die Ungarn bekehrenden Benediktiner-Mönch, und den Stammesfürst Kál.
An der Außenwand befinden sich Gedenktafeln der hiesigen Opfer des I. und
des II. Weltkrieges.
In unmittelbarer Nähe des Dorfes stehen die Schlossruine Veléte aus dem 11-12. Jahrhundert, und die Ruine der Kirche der von den Osmanen im 17. Jh. niedergebrannten Gemeinde Tötöskál (13. Jh.).
Viele Häuser des Dorfes zeigen heute noch den traditionellen Baustil, einige stehen sogar unter Denkmalschutz. Stellvertretend soll hier das Istvándi-Haus aus 1828 erwähnt werden. Das ursprünglich der Familie Scheller gehörende, im klassischen Styl des Plattensee-Oberlandes von J. Fellner entworfene große Wohn- und Weinpresshaus des Biohofs Birkás steht ebenfalls unter Schutz. Das heute schon verfallene, 1930 vom hiesigen Németh Gáspár errichtete, und mit Quellwasser des Weinbergs Öreghegy gespeistes Schwimmbad funktionierte bis 1960.
Neben dem Dorf erhöht sich der Fekete-hegy (Schwarzberg), ein angenehmes Ausflugsziel. Oben finden wir am Plateau den 1950 aus Basalt erbauten und 1978 mit einer Holzkonstruktion erhöhten Aussichtsturm „Eötvös Károly“, von dem aus der Blick frei über den malerischen Kali-Becken, zu den erloschenen Vulkanen des Tapolca-Beckens, und hin zum Balaton ganz bis zur Halbinsel Tihany, schweifen kann. Am Plateau
gibt es auch einige, Teils stark verlandete Seen (Bika, Bonta, Barkás,
Monostri, Kálomis und Kettõs). Diese kleinen, abflusslosen Senken sind
zugleich mit der Basaltdecke entstanden, weil das geschmolzene Gestein die
Unebenheiten der damaligen Oberfläche nur unregelmäßig ausfüllen konnte.
Einige dieser kleinen Seen haben im Sommer als schilfbewachsene
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